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Bode-Museum, vormals Kaiser Friedrich-Museum
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Nördlich der 1882 in Betrieb genommenen Eisenbahntrasse über die Museumsinsel wurde von 1898 bis 1904 von Ernst Eberhard von Ihne der palastartig an den Zusammenfluss von Spree und Kupfergraben gesetzte Bau des Kaiser Friedrich-Museums im Wilhelminischen Barock errichtet. Sein Eingang von der neuen Monbijou-Brücke im Norden erschließt die Museumsinsel für das Viertel um die Oranienburger Straße.
Die an Vorbildern der Renaissance und des Barock orientierten, prächtig ausgestatteten Ausstellungsräume waren nach dem Konzept des Generaldirektors Wilhelm von Bode im Erdgeschoss der Skulpturensammlung, im Obergeschoss der Gemäldegalerie und im Sockelgeschoss dem Münzkabinett und dem Islamischen Museum gewidmet. Der damals üblichen Trennung der Gattungen setzte Bode sein Konzept der Stilräume entgegen. Danach wurden in den Malereisälen auch Skulpturen des jeweiligen Kunstkreises ausgestellt und umgekehrt.
Die Kriegszerstörungen waren bereits 1951 so weit behoben, dass der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. 1956 wurde das Museum in Bode-Museum umbenannt und nun von mehreren heimatlos gewordenen Sammlungen genutzt. Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Münzkabinett, Gemäldegalerie, Skulpturensammlung, Frühchristlich-byzantinische Sammlung, Museum für Ur- und Frühgeschichte und Kindermuseum waren im Bode-Museum untergebracht.
