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James Simon-Galerie
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Zwischen Neuem Museum und Kupfergraben wird die James Simon-Galerie als neues zentrales Besucherzentrum geplant. Als sechstes Gebäude der Museumsinsel wird sie einen zeitgenössischen Akzent in der Baugeschichte der Museumsinsel setzen. In ihrer prominenten Lage am Kupfergraben wird sie Bezug auf die Maßstäblichkeit des Packhofgebäudes von Schinkel nehmen, das bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts an genau dieser Stelle stand.
Das Empfangsgebäude ist von zentraler Bedeutung für die jährlich wachsenden Besucherströme, die in einigen Jahren voraussichtlich auf bis zu vier Millionen pro Jahr ansteigen werden. Es wird die Besucher mit einer der Museumsinsel angemessenen großzügigen Geste empfangen, ihnen Orientierung bieten und sie zu den Highlights des Hauptrundgangs leiten. Damit wird die Museumsinsel an weltweite Standards anknüpfen: Alle vergleichbaren international bedeutenden Kunstzentren haben in den letzten Jahren ihre Eingangssituation architektonisch markant formuliert und ihr Serviceangebot erweitert. In der James Simon-Galerie werden neben einem Info- und Kassenbereich auch Garderoben, ein Auditorium, Raum für Sonderausstellungen, ein Museums-Shop, ein Café und ein Restaurant Infrastruktur für die ganze Museumsinsel bieten. Sie wird die historischen Gebäude entlasten und so vor Verschleiß schützen.
Namenspatron James Simon (1851-1932) hat mit seinen überreichen Schenkungen den Staatlichen Museen Weltruhm gebracht. Sein Engagement für Kunst und Wissenschaft ist ein leuchtendes Vorbild auch für ein modernes Mäzenatentum.
Mit der seit November 2006 vorliegenden Entscheidung des Bundes über die vorgezogene Bereitstellung der Mittel von 73 Mio. Euro für das neue Gebäude ist der entscheidende Schritt getan, den Neubau zu realisieren. Im Juni 2007 stellte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz den mit den für Denkmalschutz zuständigen Gremien abgestimmten Entwurf von David Chipperfield Architects (London / Berlin) vor. Das Gebäude wird mit klassischen Elementen die Bezüge und Freiräume zwischen Pergamonmuseum, Neuem Museum und Kupfergraben ordnen und erlebbar machen. Eine breite Freitreppe an der Südseite wird die vom Lustgarten kommenden Besucher empfangen und in das obere Geschoss mit Zugang zum Hauptrundgang im Pergamonmuseum leiten. Daneben ist das historische Motiv der Kolonnaden – in moderne Form übersetzt – zum bestimmenden Element des Entwurfs geworden. In Fortführung der das Neue Museum und die Alte Nationalgalerie umrahmenden Kolonnaden entsteht zwischen James Simon-Galerie und Neuem Museum ein neuer, kleinerer Kolonnadenhof. Der Sockel der James Simon-Galerie an der Uferkante zum Kupfergraben wird die Architektur des Pergamonmuseums motivisch aufgreifen und eine weithin sichtbare Hochkolonnade tragen. Hier wird eine großteils auch außerhalb der Öffnungszeiten frei begehbare, nach Südwesten ausgerichtete Terrasse entstehen. Die James Simon-Galerie wird durch die Staffelung ihrer Baukörper und ihre transparente Gestaltung vielfältige Blicke auf die Fassade des Neuen Museums erlauben, andererseits aber auch die heutige ahistorische, komplett freie Sicht auf das Neue Museum vom Kupfergraben aus korrigieren und die historische Ensemble-Struktur wieder herstellen. Nach den derzeitigen Planungen wird die James Simon-Galerie bis 2012, dem Jahr, in dem die Baumaßnahmen im Pergamonmuseum in vollem Umfang laufen, fertiggestellt werden können. Für die Zeit des Umbaus des Pergamonmuseums wird dann der alleinige Zugang über die James Simon-Galerie erfolgen.
