
Grüner Kopf
Der Begriff Porträt gehört nicht zum Standard-Vokabular der Kunstgeschichte Ägyptens. Trotzdem ist er nicht erst für die Spätzeit zutreffend, in der Ägypten in den Einflussbereich der griechischen Welt gerät. Der „Berliner Grüne Kopf" (um 400 v. Chr.) hat in seiner ausgeprägten Individualität Vorläufer in früheren Epochen und stellt den Höhepunkt einer künstlerischen Entwicklung dar, die sich in Werken des Ägyptischen Museums bis ins 3. Jahrtausend zurückverfolgen lässt. Er ist wie so viele Hauptstücke der Staatlichen Museen - darunter der Porträtkopf der Teje und die Büste der Nofretete - eine Schenkung von James Simon.
