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Hauptrundgang
Für die Tausenden von Besuchern, die täglich auf die Museumsinsel kommen, wird die James Simon-Galerie repräsentative und multifunktionale Empfangs- und Orientierungsräume mit direkter räumlicher Anbindung an den Hauptrundgang im Pergamonmuseum bieten. Die Highlights, die dort zusammengefasst sein werden, werden einen eindrucksvollen Überblick über die Monumentalarchitektur der antiken Welt geben. Dabei werden die Exponate zu Islam (im Nordflügel) und zur antiken Kultur Vorderasiens (im Südflügel) gleichzeitig eingebettet sein in die jeweilige Sammlung.
Den Auftakt wird im neuen vierten Flügel am Kupfergraben die altägyptische Architektur mit dem Tempeltor von Kalabscha (um 15 v. Chr.) und dem Pyramidentempel des Sahurê (um 2400 v. Chr.) bilden. Das Tor des hethithischen Palastes vom Tell Halaf mit seinen überlebensgroßen Götterstatuen (9. Jhdt. v. Chr.) markiert den Übergang zum Vorderasiatischen Museum. Dort durchschreitet der Besucher wie in der Antike die Prozessionsstraße von Babylon bis zum Ischtar-Tor (6. Jhdt. v. Chr.), hinter dem mit dem Markttor von Milet (um 120 n. Chr.) der Flügel der griechischen und römischen Antike beginnt. Unvergesslich ist dem Besucher der Museumsinsel der Moment, in dem er den Pergamonsaal betritt. Die überwältigende Inszenierung des Altars (164-156 v. Chr.) scheint den Raum des Museums zu sprengen. Die nicht weniger eindrucksvolle Fassade des frühislamischen Wüstenschlosses von Mschatta (743/44) wird vom Obergeschoss des Südflügels ins Hauptgeschoss des Nordflügels des Pergamonmuseums umziehen, wo auch die anderen Exponate des Museums für Islamische Kunst präsentiert werden.
Damit wird dem Besucher eine erste intensive Begegnung mit der Antike ermöglicht, die in keinem anderen Museum in solcher Monumentalität erlebt werden kann.
