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Pergamonaltar
Niemand kann sich der Faszination entziehen, die von der grandiosen Inszenierung des Pergamonaltars ausgeht. Die moderne Rekonstruktion der Westseite des Altars wird an den Wänden des Saales von den Marmorplatten des 120m langen Relieffrieses gerahmt, der den Sockel des freistehenden Altars schmückte.
Der zwischen 175 und 159 v. Chr. errichtete Altar wurde in spätantiker Zeit zerstört. C. Humann fand bei Berliner Grabungen (ab 1878) im kleinasiatischen Pergamon zahllose Fragmente des Altars in einer byzantinischen Befestigungsmauer verbaut. Aus tausenden Fragmenten wurde der Fries in Berlin wieder zusammengesetzt. Seine über 100 überlebensgroßen Figuren zeigen den Kampf der olympischen Götter gegen die Giganten. Der Relieffries im oberen Altarhof handelt von Telephos, dem mythischen Stadtgründer von Pergamon. In der Dramatik der Gesamtkomposition und der Emotionalität der Menschendarstellung ist der Pergamonfries ein Höhepunkt der hellenistischen Kunst.
Von 1994 bis 2004 wurden beide Altarfriese grundlegend restauriert.
