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Markttor von Milet
Mit nahezu 17m Höhe und 29m Breite vermittelt das Markttor von Milet (um 100 n. Chr.) einen überaus starken Eindruck von der Pracht römischer Städte in Kleinasien, unter denen Milet als altes Handelszentrum eine wichtige Stellung hatte. Wie eine reich geschmückte Bühne bot sich die Repräsentationsarchitektur des Tores als Aufstellungsort für offizielle Bildnisse an. Die gut erhaltenen Elemente des durch ein Erdbeben zerstörten Tores wurden im Rahmen der Berliner Grabungen (1899-1913) geborgen. Beim Wiederaufbau im Pergamonmuseum (1928/29) mussten vergleichsweise wenige Bauteile modern ergänzt werden. Starke Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs und unzulängliche Reparaturen in den 1950er Jahren verlangten nach einer grundlegenden Sanierung in der jüngeren Vergangenheit. Die erste Stufe (2005-2008) umfasste die Sicherung und den teilweisen Austausch von Architekturgliedern im oberen Geschoss. Weitere Arbeiten erfolgen im Rahmen der Baufreimachung des Pergamonmuseums.
