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Fassade von Tell Halaf
Der späthethitische Fürstenpalast von Tell Halaf (9. Jahrhundert v.Chr.) in Nordostsyrien war mit einzigartigem Baudekor geschmückt. Ein Teil der Skulpturen, die der Ausgräber Max von Oppenheim geborgen hatte, kam durch Fundteilungen nach Berlin und wurde in einem eigenen Museum gezeigt. Auf dem Rücken von zwei Löwen und einem Stier erhoben sich im Tordurchgang Säulen in Gestalt kolossaler Götterskulpturen zu einer Gesamthöhe von sechs Metern. Im 2. Weltkrieg wurde das Tell Halaf-Museum zerstört. Zahlreiche Statuenfragmente konnten noch aus den Trümmern geborgen werden. Nach ihrer Restaurierung werden die Steindenkmäler als Teil der rekonstruierten Palastfassade im Pergamonmuseum den Übergang von Altägypten zum späthethitisch-aramäischen Ausstellungsbereich des Vorderasiatischen Museums bilden.
