Museumsinsel Gebäudeübersicht
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Museumshöfe

Gelände der Museumshöfe (Visualisierung)
© SPK / ART+COM, 2015
Ideenwettbewerb

Die Museumsinsel – Ort für die europäische Kunst und Kultur

Das Gelände der ehemaligen Friedrich-Engels-Kaserne, „Museumshöfe“ genannt, ist bereits seit den neunziger Jahren für die Nutzung durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vorgesehen. Es liegt direkt gegenüber der Museumsinsel auf der anderen Seite des Kupfergrabens. Auf dem nördlichen Teil wurde im Herbst 2012 das Archäologische Zentrum eröffnet. Der südliche Teil wird derzeit für die Baustellenlogistik genutzt.

Schon seit Ende der 1990er Jahre wird die Idee verfolgt, auf dem südlichen Teil der Museumshöfe einen Museumsneubau zu errichten. Dort und im benachbarten Bode-Museum könnten dann die Gemäldegalerie und Skulpturensammlung gemeinsam präsentiert werden. Damit auf der Museumsinsel Raum für die Sammlungspräsentationen gewonnen wird, soll dieses Haus auch für museumsinterne Funktionen genutzt werden. Dazu zählen etwa die wissenschaftliche Verwaltung, Depots oder Restaurierungswerkstätten.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatlichen Museen zu Berlin arbeiten seit der deutschen Wiedervereinigung daran, mit ihren herausragenden Beständen klar profilierte Museumsquartiere zu entwickeln. Es würde die Museumsinsel komplettieren, wenn die Sammlung der Alten Meister hier im Kontext der Entwicklung der abendländischen Kunst und Kultur und ihrer Wurzeln ausgestellt werden könnte.

Architekturmodell, 1. Preis des Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Museumshöfe Berlin (Auer-Weber) (Fotografie)
© BBR / Michael Lindner

Städtebaulicher Zusammenhang

Seit 1999 steht der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zur Erweiterung der Museumsinsel das Gelände der ehemaligen Friedrich-Engels-Kaserne am Kupfergraben zur Verfügung. Neben Masterplan Museumsinsel und der Machbarkeitsstudie Schlossplatz hat insbesondere der städtebauliche Ideenwettbewerb im Jahr 2005 die Bebauung des gesamten Areals thematisiert. Der prämierte Entwurf des Münchner Büros Auer Weber überzeugte durch die besondere Strukturierung des Geländes: Ein diagonaler Fußgängerweg teilt das Gelände in zwei Bereiche. Der nördliche Geländeteil ist mit der Errichtung des Archäologischen Zentrums bereits im Sinne des Masterplans vollendet. Für den südlichen Bereich wäre ein Realisierungswettbewerb erst noch auszuschreiben.

Die noch zu bebauende Fläche befindet sich genau dem Bode-Museum gegenüber auf der anderen Seite des Kupfergrabens. Sie wird begrenzt durch den Verlauf der S-Bahn-Trasse und die Südseite des Archäologischen Zentrums. Von oben betrachtet spiegelt sie die Dreiecksform des Bode-Museums wider.

Ansicht der Museumsinsel aus der Vogelperspektive, Blick in Richtung Süden (Visualisierung)
© SPK / ART+COM, 2015

Gemeinsame Präsentation von Malerei und Skulptur

Die komplette Verlegung der Alten Meister an die Museumsinsel und die gemeinsame Präsentation von Malerei und Skulptur im Bode-Museum und auf dem Gelände der Museumshöfe wäre nach Vorstellung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz die ideale Lösung. Auf Basis einer von der Stiftung in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie wird diese Variante aufgrund der hohen Gesamtkosten jedoch auf absehbare Zeit als schwer realisierbar angesehen.

Um die Malerei als Leitmedium der europäischen Kunstentwicklung dennoch im Kontext der Museumsinsel zeigen zu können, sollen nun im Bode-Museum stärker als bisher auch eine Reihe von Gemälden präsentiert und in einen Dialog mit den Skulpturen gestellt werden. Diese Ausstellungsgestaltung betrachten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen zu Berlin als moderne und lebendige Vermittlung von Kunstgeschichte. Zugleich können auf diese Weise wertvolle Kunstwerke aus der Gemäldegalerie im Kontext der Museumsinsel ausgestellt und wahrgenommen werden. Durch diese Präsentation wird die Zugehörigkeit der Alten Meister zum Sammlungszusammenhang der Museumsinsel evident.