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Pergamonmuseum
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Als letzter der fünf Bauten der Museumsinsel wurde 1930 das Pergamonmuseum eröffnet. Die Orientierung der Nachbargebäude auf den Lustgarten und das Schloss wurde zugunsten einer Achse aufgegeben, die über die Universität zur Straße Unter den Linden und zum Brandenburger Tor führen sollte. Sowohl diese Achsenverschiebung als auch die immense Baumasse veränderten nachhaltig das historische Konzept der Museumsinsel.
Der ab 1906 von Alfred Messel entworfene Dreiflügelbau wurde nach dessen Tod von Ludwig Hoffmann unter schwierigsten kulturpolitischen und bautechnischen Bedingungen ausgeführt und nach zwanzigjähriger Bauzeit fertig gestellt. Der vierte Flügel am Kupfergraben und der Portikus im zentralen Forum wurden nicht realisiert. Vier Museen teilten sich den Neubau: Das Deutsche Museum im Nordflügel, das Antikenmuseum im Mittelbau, das Vorderasiatische und das Islamische Museum im Südflügel.
Die Kriegszerstörungen von 1945 wurden zwischen 1948 und 1959 behoben; statt des Deutschen Museums fanden im Nordflügel das Kunstgewerbemuseum und das Ostasiatische Museum ihren Platz. 1980-1982 entstand für die rasch wachsenden Besucherströme ein neuer Eingangspavillon. Das einzigartige Ausstellungsprogramm antiker Monumentalarchitektur machte das Pergamonmuseum zu einem der bestbesuchten Museen Berlins – was es mit jährlich rund einer Million Besuchern noch heute ist.
